Trinkwasser in Tanks und Kanistern bei mobilen Einheiten, Camper, Trucker, Boote….

 

Camper, Bootsfahrer und vor allem Trucker kennen das Problem, dass das Wasser aus den Tanks muffig riecht, nicht schmeckt und dass auf den Innenwänden von Tanks und Leitungen ein schmieriger Belag liegt. Campingmobile und Boote haben einen Frischwassertank, von dem aus über Schlauchsysteme das Wasser zur Spüle und zum Waschraum geleitet wird, so dass man sich wie zuhause fühlt. Diese Tanks heißen Frischwassertanks, weil Frischwasser eingefüllt wird; es kommt aber kein Frischwasser heraus. Die angeschlossenen Wassersysteme verkeimen sehr rasch. In den einschlägigen Internetforen der Camper heißt es immer wieder: Wenn regelmäßig Frischwasser eingefüllt wird, bleibt das System sauber, da ja „keimfreies Wasser“ eingefüllt wird. Diese Ansicht ist falsch. Milch in einer angebrochenen Tüte wird nicht schlecht, weil Milch ausgekippt wurde, sondern weil Luft in die Tüte kommt, Luft, die die ausgegossene Milch ersetzt. So auch beim Frischwassertank: wird Wasser entnommen, fließt eine entsprechende Menge an Luft hinein. Luft ist nicht steril! Die Luft trägt Keime in die Milch und in den Frischwassertank.

Während Camper und Bootsfahrer an verlässlichen Quellen (Campingplatz, Bootshafen) ihren Wasservorrat mit Frischwasser ergänzen können, sind Trucker übler dran. Sie leben nur aus ihrem Wasserkanister und müssen diesen an ominösen Quellen wieder auffüllen. Wer kennt nicht die Unmengen an Trucks, die über das Wochenende auf Autobahnparkplätzen stehen und deren Fahrer sich aus der dortigen Toilette bedienen müssen. Viele Bürger meiden diese Autobahntoiletten für ihr Geschäft, weil sie so ekelig sind, aber Trucker sind gezwungen …

Der üble Geruch und vor allem der schleimige Belag (in einem Trucker-Forum auf Grund der Bildung von Algen als „Grünspan“ bezeichnet) sind Beweis für eine massive Verkeimung des Trinkwassers mit Krankheitserregern.  Es stellt eine gesundheitliche Gefahr dar. Was tun?

Für Trinkwasser gibt es die deutsche Trinkwasserverordnung, die sich um dessen Qualität sorgt. Gibt man Wasser an andere Personen außerhalb der Familie ab, muss man sich an diese Verordnung halten, oder wird straffällig (keine Ordnungswidrigkeit, sondern Straftat nach dem Infektionsschutzgesetz!). Da kann der Eiswürfel im Whiskey des Gastes teuer werden.

Der § 11 der Trinkwasserverordnung regelt, dass zur Desinfektion von Trinkwasser nur bestimmte Mittel verwendet werden dürfen und diese auch nur in ganz bestimmten, geringen Konzentrationen. Welche Mittel und Konzentrationen erlaubt sind, werden gemäß diesem § 11 in einer Liste des Umweltbundesamtes (UBA) regelmäßig veröffentlicht (die Trinkwasserverordnung besteht im Prinzip seit dem Jahre 2001 ohne wesentliche Änderungen. Die UBA-Liste kommt jährlich neu heraus. Immer nur die neueste Version gilt). Will man im Camper oder auf dem Boot Gäste bewirten, sollte man sich auf alle Fälle daranhalten. Aber auch die eigene Familie profitiert davon.

Die aktuell (Juni 2022) gültige Liste ist die 23. Bekanntmachung (so lautet das Amtsdeutsch dafür) vom Dezember 2021. Zur Bekämpfung von Krankheitserregern im Trinkwasser sind als Wirkstoff nur Calciumhypochlorit, Chlor-Gas, Chlordioxid, Natriumhypochlorit und Ozon zugelassen, also bis auf Ozon nur chlorhaltige Mittel, die über ihr Chlor-Ion wirken. Handelsprodukte, die diese Wirkstoffe enthalten, müssen die Auflagen der Biozidverordnung erfüllen. In der Biozidverordnung werden ganz klar die einzelnen Handelsprodukte eng begrenzten Einsatzgebieten (Produktarten, bzw. PT 1 bis 5) zugeteilt und nur dafür dürfen sie verwendet werden. Ein für den Bereich PT 1 zugelassenes Handelsprodukt darf nicht im Bereich PT 2 eingesetzt werden! Für Deutschland muss zusätzlich die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) informiert werden. Diese erteilt daraufhin die Erlaubnis der Vermarktung dadurch, dass das Handelsprodukt eine BAuA-Nummer in Form von N-12345, einer fünfstelligen Zahl, bekommt.

Vor diesem Hintergrund ein Überblick, welche Mittel für den mobilen Einsatz angeboten werden.

Seit vielen Jahren waren Präparate mit Silber im Einsatz. Flüssig, als Tablette, als Gitter oder als „Wolle“ wird Silber in den Trinkwassertank getan. Eine exakte Dosierung (s. unten) war nie möglich, d.h. die Menge Silber pro Liter Wasser konnte nie eingehalten werden. Die erlaubten Grenzwerte wurden in der Regel überschritten, denn Viel hilft viel. Eine Silberwolle gibt ungehindert jede Menge Silber ab, wenn sie ein Jahr im Tank liegt.

Schon im Jahr 2009 riet des BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) allgemein von der Verwendung von Silber ab. Auf Grund der damaligen Informationslage (Stand 2006) wurde der Einsatz in mobilen Trinkwassertanks jedoch noch übergangsweise toleriert, da die wissenschaftlichen Erkenntnisse bezüglich des Trinkwassers nicht ausreichend waren. Es wurde auf die jeweils gültige BAuA-Liste (s.o.) verwiesen, die die zulässigen Wirkstoffe auflistet, die im Trinkwasser eingesetzt werden dürfen. So enthielt die 18. Bekanntmachung vom Oktober 2015 noch die Möglichkeit der Behandlung in Wassertanks durch Zugabe von 0,1 mg/l Silber und einer maximalen Dauerkonzentration von 0,08 mg/l. In der 19. Bekanntmachung vom Dezember 2017 ist Silber nicht mehr aufgeführt. Silber ist also nicht mehr zugelassen.

2009 hatte das BfR bereits 30 wissenschaftliche Arbeiten zitiert, die sich mit der Problematik von Silber befassen. So zeigen sieben dieser Arbeiten, dass Silber unwirksam gegen folgende Bakterien ist: Escherichia coli, Salmonella spp., Salmonella typhimurium, Pseudomonas ssp., Acinetobacter baumannii, Staphylococcus aureus und Enterobacter cloacae. Dies sind alles Bakterien, die schwere Erkrankungen hervorrufen können und im Biofilm von Wassertanks leben. Warum also Silber einsetzen, wenn es gegen die wesentlichen Krankheitserreger nicht wirkt?

In den darauffolgenden Jahren haben sich die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Wirkung von Silber auf den menschlichen Körper vermehrt. Mit silberbehandeltem Trinkwasser nimmt man nicht unerhebliche Mengen an Silber zu sich.

So wird das Silber vom Körper aufgenommen (auch über die Haut), sodann im Gehirn, dem zentralen Nervensystem, im Beinmuskel abgelagert und führt zu dramatischen Veränderungen im Blutsystem. Hier schädigt es die weißen Blutkörperchen, sodass die Infektionsabwehr stark beeinträchtigt wird. Das gesamte Immunsystem (retikuloendotheliale System) wird geschädigt, die Anfälligkeit für (Reise-) Krankheiten steigt. Störungen der Hirn-, Leber- und Nierenfunktion werden beschrieben, bis hin zum Herzinfarkt. Dieses Krankheitsbild heißt Argyrose.

argyrie-symptom

silver man

Äußeres Zeichen der Einnahme von Silber sind graublaue Farbveränderungen der Fingernägel, im Auge und Teilen der Haut oder über den ganzen Körper. Man nennt diese Erkrankung Argyrie, von Argentus, Silber. Sie wurde erstmals bekannt durch den „Silver man“, der 4 Jahre lang ein silberhaltiges Nasen-Spray verwendete. Aber auch kürzere Zeiträume von unter einem Jahr, oder wenigen Monaten führen zu den oben erwähnten Symptomen einer Verfärbung der Haut, die nicht rückgängig gemacht werden kann.

Schlussfolgerung des BfR aus diesen Erkenntnissen: Da Silber, einmal in der Haut abgelagert, nicht oder nur in ganz geringem Ausmaß eliminiert wird und für die generalisierte Argyrose auch keine effektive Therapie zur Verfügung steht, muß man vor der Verabreichung von (para)medizinischen Zubereitungen, wenn sie auch sehr geringe Mengen Silber enthalten, nachdrücklich warnen.

Silber ist als Desinfektionsmittel für Trinkwasser (auch der Einsatz in Kanistern) und auch als „Konservierungsmittel für das Lebensmittel Trinkwasser“ nicht zugelassen.

Welche Alternativen bestehen denn dann heutzutage?

Als Camper und Bootsfahrer ist man zwar freiwillig unterwegs und setzt sich gewissen, kalkulierten Risiken aus (no risk, no fun), aber deshalb muss man nicht seine Gesundheit aufs Spiel setzen. Als Verleiher von Campingmobilen und Schiffen ist man ohnehin für die Qualität des Trinkwassersystems verantwortlich, nicht nur für das eingefüllte Frischwasser. Als Trucker ist man ebenfalls beruflich unterwegs, verdient sein Geld auf der Straße und ist abhängig von der Wasserversorgung aus Tanks.

Will er sich, seine Familie, Freunde und Gäste schützen, bleibt dem Verleiher, Camper, Trucker und Bootsfahrer nur, der Trinkwasserverordnung zu folgen. Diese setzt Wirkstoffe fest, die

  1. gegen alle Krankheitserreger wirken
  2. in den vorgeschriebenen Konzentrationen nicht schädigen
  3. weder Mensch noch
  4. Materialien der Trinkwassersystems schädigen
  5. das Minimierungsgebot einhalten
  6. rechtliche Sicherheit bieten.

Auffällig ist, dass die zuständigen Stellen, abgesehen von Ozon, nur chlorhaltige Mittel zugelassen haben. Ozon ist ein Gas, das in speziellen Anwendungen in der Lebensmittelindustrie verwendet wird, sich aber für den mobilen Einsatz von Campern, Bootsfahrern und Truckern nicht eignet.

Bleiben chlorhaltige Mittel. In diesen Mitteln ist der eigentlich auf Krankheitserreger tödlich wirkende Teil das Chlor-Ion. Um wirksam zu werden, muss es als „freies, aktives Chlor“ aus dem Gesamtmolekül herausgelöst werden. Das kostet Zeit, Energie und erfolgt nicht vollständig. Ein Teil des Mittels bleibt ungenutzt. Daher gibt es große Wirksamkeitsunterschiede zwischen den Mitteln.

ADD.ONE MOBILITY by NOXEFIN verfügt durch seinen speziellen Produktionsprozess über ein aktives Chlor, das sich besonders für den Einsatz in mobilen Tanks eignet. Es wirkt schnell, baut Biofilm ab und ist kein Gefahrstoff gemäß EG 1272/2008. Es erfüllt die Trinkwasserverordnung und vor allem das geforderte Minimierungsgebot.

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